Holzmöbel im Winter richtig pflegen: Feuchtigkeit, Temperatur
Holzmöbel reagieren empfindlich auf die trockene Heizungsluft, die in den Wintermonaten fast überall herrscht. Sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen unter 40 Prozent, beginnt Massivholz Feuchtigkeit an die Umgebung abzugeben. Die Folge sind Schwindrisse an Tischplatten, offene Fugen an Türen und ein Knacken, das vor allem nachts störend wirkt. Wer seine Möbel langfristig erhalten will, sollte deshalb nicht erst reagieren, wenn die ersten Risse sichtbar sind.
Ein Hygrometer gehört in jeden Raum mit hochwertigen Holzmöbeln. Der ideale Bereich liegt zwischen 45 und 55 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit bei einer Temperatur von 18 bis 21 Grad Celsius. Luftbefeuchter, nasse Handtücher auf der Heizung oder einfache Verdunsterschalen helfen, diesen Wert zu halten. Mindestens einmal pro Woche sollte man die Werte kontrollieren, denn konstante Bedingungen sind wichtiger als kurzfristige Spitzenwerte. Wer sich zusätzlich für unsichtbare Heiz- und Kühlsysteme interessiert, findet bei rv-webservice.de interessante Lösungen für Möbel mit integrierter Temperierung, die das Raumklima stabilisieren können.
Direkte Hitzequellen sind für Holzmöbel problematisch. Ein Sideboard direkt über dem Heizkörper oder ein Esstisch neben dem Kamin trocknet das Holz einseitig aus und verstärkt die Rissbildung. Mindestens ein halber Meter Abstand zur Heizung ist sinnvoll, ebenso ein Untersetzer oder Filzgleiter, damit die Oberfläche nicht durch Wärme und Feuchtigkeit von unten leidet. Auch starke Temperaturschwankungen durch häufiges Lüften bei weit geöffnetem Fenster belasten das Material; besser ist kurzes Stoßlüften bei geschlossenen Innentüren.
Zur Pflege selbst gehören ein trockenes Staubtuch, gelegentlich ein leicht feuchtes Tuch ohne aggressive Reinigungsmittel und je nach Oberfläche ein spezielles Holzpflegeöl oder Wachs. Geölte Flächen benötigen alle paar Monate eine dünne Schicht, lackierte Flächen kommen mit einem feuchten Wisch aus. Kleine Risse lassen sich mit Hartwachs oder Holzspachtel verschließen, bevor sie sich ausweiten. Bei größeren Schäden lohnt sich der Rat einer Schreinerei, damit aus einem kleinen Problem kein teurer Austausch wird.